Ich wurde am 12. September in Rouyn, Quebec geboren – einem Ort, an dem das Licht im Winter schärfer scheint und die Stille Geschichten erzählt.
Vielleicht war es dieses Licht, das mich früh dazu brachte, Linien zu zeichnen, Räume zu denken und im Sichtbaren das Unsichtbare zu suchen.
Meine Ausbildung führte mich durch viele Formen des Gestaltens: Industriezeichnen, bildende Kunst, Innenarchitektur – und sogar kurz auf die Bühne, wo ich in Büchners Woyzeck lernte, wie nah das Menschliche an der Kunst liegt.
Ich arbeitete mit Licht, mit Raum, mit Holz und Stoff – als Beleuchtungsplaner, Innenarchitekt und Firmeninhaber in der Möbelproduktion. Doch in allem blieb die Suche bestehen: nach Ausdruck, nach Sinn, nach Freiheit.
Zahlreiche Weiterbildungen im In- und Ausland öffneten mir neue Horizonte. Seit 2022 bin ich freischaffender Künstler – und habe endlich den Raum gefunden, in dem sich Material, Gedanke und Gefühl begegnen dürfen.
Wenn ich nicht im Atelier bin, bewege ich mich in der Natur – auf dem Fahrrad, zu Fuß, im Rhythmus des Atems. 2024 stand ich auf dem Gipfel des Kilimandscharo, 5895 Meter über dem Meer – ein Moment, in dem die Grenze zwischen Himmel und Erde kurz verschwamm.
Die Arbeit mit unterschiedlichen Materialien und Techniken schenkt mir jene Flexibilität, nach der ich immer gesucht habe.
Sie ist meine Freiheit – und mein Glück.